Haushaltsrede 2023 der SPD Schwerte Fraktion

Haushaltsrede 2023

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
meiner Haushaltsrede möchte ich eines voranstellen.

Mit dem Überfall auf die Ukraine hat Wladimir Putin einen kaltblütigen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen. Die schrecklichen Bilder aus der Ukraine zeigen die ganze Skrupellosigkeit, mit der er vorgeht.

Und auch die furchtbaren Bilder der Erdbebenopfer aus der Türkei und Syrien stecken uns allen noch in den Knochen.

Deshalb möchte ich betonen, auch wenn wir in Schwerte auf Grund dieses Krieges und vieler globaler Einflüsse auf viele Unwägbarkeiten schauen, auch wenn die Rahmenbedingungen für uns schwieriger werden: Wir bleiben solidarisch mit den Menschen, die Opfer von Krieg, Hunger und Not geworden sind.
Und meine Fraktion ist stolz darauf, dass wir in einer Stadt leben, in der sich Menschen willkommen fühlen dürfen, egal, wo sie herkommen.

Deshalb gilt es vorweg Danke an all diejenigen zu sagen, die die Aufnahme vor Ort organisieren. Dazu gehören natürlich die Stadtverwaltung, der AK Asyl aber eben auch eine Reihe ehrenamtlicher Initiativen und freiwilliger Unterstützerinnen und Unterstützer. Hier wird die Haltung einer Stadt ganz konkret sichtbar! Vielen Dank dafür!

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,
politisch laufen gelernt habe ich vor sechs Jahren im Rahmen von Eltern- und Schulpflegschaftsarbeit.

Der eine oder andere wird sich noch daran erinnern, dass wir in Schwerte eine Situation vorfanden, in der Grundschulkinder zur Nachmittagsbetreuung auf kalten Fluren untergebracht wurden, in der die schulische Infrastruktur zum Teil marode und Schulraum an sich knapp war.

Für Spielplätze gab es in dieser Zeit nahezu überhaupt keine Haushaltsansätze und als Schwerter Fußballer weiß ich, dass sich für unsere Sportstätten und Vereinsheime ein erheblicher Sanierungsstau aufgetürmt hat.

Von unseren Einrichtungen für die Feuerwehr ganz zu schweigen. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen und führt dazu, dass wir gemeinsam einen gewaltigen Investitionsstau abarbeiten und wichtige Weichen für die Zukunft dieser Stadt stellen müssen.

Die viel zitierte Solidarität erfordert viel von uns vor Ort. Gestiegene Energiepreise, allgemeine Inflation, steigende Baukosten, Materiallieferengpässe,

Fachkräftemangel und einiges mehr machen nicht nur jedem im Privaten Schwierigkeiten, sondern sie engen auch das Feld kommunalpolitischer Handlungsfähigkeit ein. Bund und Land machen Gesetze, die wir vor Ort bezahlen müssen.

Das sog. Konnexitätsprinzip, der Grundsatz, dass Aufgaben und Finanzverantwortung zusammengehören, gilt hier schon lange nicht mehr. Mit diesen Rahmenbedingungen die richtigen politischen Antworten zu finden, ist und bleibt ein Kraftakt.

Als der Kreiskämmerer Ende August die ersten Eckpunkte zur Aufstellung des Kreishaushaltes vorgestellt hat, bin ich zugegeben nicht davon ausgegangen, dass es gelingen wird, einen ausgeglichenen Haushalt für das Jahr 2023 vorzulegen. Kolleginnen und Kollegen im Kreisgebiet, unabhängig von der politischen Einfärbung, sahen dies ganz genauso.

Denn der Kreis gibt den gestiegenen Aufwand für Unterbringungskosten einfach weiter, ebenso die gestiegene Umlage des Landschaftsverbands Westfalen Lippe. Jede dieser genannten Einzelpositionen macht summiert 15 Millionen Euro nur an Steigerung aus.

Bei den umzulegenden Transferleistungen haben wir eine Steigerung zum Vorjahr um über 30% Prozent.
Vor diesen geopolitischen und strukturellen Hintergründen hat die SPD- Fraktion intensiv den Haushaltsentwurf für das Jahr 2023 diskutiert.

Wir wissen alle, wie sehr gerade die kommunalen Haushalte unter enormen Druck stehen. Bei jedem notwendigen Vorhaben diskutieren wir vor Ort, ob ein Projekt sein muss, ob es mal etwas mehr oder etwas weniger sein darf, aber den grundsätzlichen Bedarf an die notwendige Modernisierung unserer Stadt, der ist nicht in Frage zu stellen.

Die SPD-Fraktion hat diesen Gestaltungsanspruch immer offensiv formuliert. Und seien wir ehrlich. Im Grunde ist das, was wir tun immer noch nicht genug, wenn wir uns die enormen Herausforderungen in der Wirtschafts-, Sozial- und Klimapolitik anschauen.

Daher sage ich deutlich: ohne eine grundlegende Veränderung der Finanzbeziehungen zwischen den staatlichen Ebenen ist dies für Kommunen nicht dauerhaft durchzuhalten.

Die im Grundgesetz garantierten gleichwertigen Lebensverhältnisse müssen auch durch eine auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen garantiert werden.

Wie anfällig das jetzige System ist, sehen wir am Bilanztrick der Landesregierung: Hätte sie es den Kommunen nicht weiter ermöglicht, neben den Aufwendungen für die Pandemie nun auch die Kosten für den Krieg zu isolieren oder besser gesagt Schuldentürme aufzubauen, wären nahezu alle Kommunen in NRW im kommunalrechtlichen Sinne nicht mehr handlungsfähig.

Fernab jede kaufmännische Logik müssen wir diese Mindereinnahmen und Mehraufwendungen als außerordentliche Erträge im Ergebnisplan buchen.

Wir sind uns, hoffe ich, einig, dass eine langfristige Belastung kommender Generationen vermieden werden soll.

In diesem Kontext sollte man aber auch überlegen, ob es sozial gerecht ist, wenn notwendige Investitionen v.a. in Kitas, OGS und Schulen nicht getätigt würden?

Wenn Sportvereine kein attraktives Umfeld für Mannschafts- und Teamgeist anbieten können?

Wer profitiert am Ende davon, wenn diese Investitionen ausbleiben und sich die öffentliche Hand selbst schwächt?

Demnach wäre es doch folgerichtig gewesen, wenn die Landesregierung in NRW dafür gesorgt hätte, dass liquide Mittel zu den Kommunen geflossen wären. Das Land NRW hat in 2022 Steuermehreinnahmen von 20 Milliarden Euro verbuchen können.

Die Kommunen haben davon über das Gemeindefinanzierungsgesetz 1 Milliarde bekommen. Das ist ein Missverhältnis zu Lasten der Kommunen und mindestens Verrat an der Generationengerechtigkeit.

Auf der anderen Seite werden die Lasten, die hier entstehen, nun in die Zukunft verschoben. Ab 2027 werden die Haushalte diese sogenannten Bilanzierungshilfen abschreiben müssen. Damit wird das Prinzip der Generationengerechtigkeit ad absurdum geführt.

Der Zwang zum Schuldenaufbau ist sicherlich keine Lösung. Auch hier wäre eine klare Position der Landesregierung wichtig!

Immerhin hat sie die Lösung der Altschuldenfrage in ihrem Koalitionsvertrag stehen.

Problem richtig erkannt, aber außer Ankündigungen keinerlei Maßnahmen auf den Weg gebracht.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
vor diesen politischen und strukturellen Hintergründen hat die SPD-Fraktion den Haushaltsentwurf 2023 intensiv diskutiert – und sich mit Anträgen zu diesem Haushalt stark zurückgehalten.

Aus zwei Gründen: Zum einen die oben beschriebene strukturelle Überforderung der kommunalen Haushalte.

Zum anderen haben wir hier im Rat bereits gemeinsam sehr viele und umfangreiche Themen auf den Weg gebracht. Hier muss Verwaltung noch einiges umsetzen. Wir erkennen auch die schwierige Personallage in vielen Bereichen, den Aufgabenumfang und die schwierigen Rahmenbedingungen an.

Allein die Planung und der Bau der TFG werden uns noch lange Zeit beschäftigen und fordern.

Ausgabendisziplin und die notwendige Steuerung kommunaler Ausgaben sind notwendig, sie dürfen aber nie zum Unterlassen notwendiger Investitionen führen, sonst begeben wir uns in eine Abwärtsspirale aus Abwanderung von Familien und Unternehmen, ausbleibenden Steuereinnahmen und wiederum fehlender Finanzkraft.

Und diese Verantwortung gilt nicht nur für die Sozialdemokratische Fraktion in diesem Haus. Sie gilt für uns alle. Verantwortung für die Gegenwart, aber auch zum Erhalt der Zukunftsfähigkeit unserer lebenswerten Stadt Schwerte.

Umso bedauerlicher ist es, dass in den Fachausschüssen einmal mehr keine inhaltliche Auseinandersetzung bezüglich des Haushaltes stattgefunden hat und die SPD-Fraktion nun im 3. Jahr in Folge als einzige den Haushalt getragen hat.

Anstatt im Vorfeld mit allen Fraktionen das Gespräch über Kompromisse und Lösungsansätze zu suchen, werden nach dreimonatiger Haushaltsberatung kurz vor der Ratssitzung Haushaltsanträge gestellt, die nur ein Motiv haben, nämlich die Verwaltung vorzuführen.

An dieser Stelle sei auch noch gesagt: Ein Haushalt besteht nicht nur aus der Ausgabenseite. Es gibt auch eine Einnahmenseite und auf dieser geht es darum, genug Raum für die Wirtschaft in Form von Gewerbegebieten und attraktiven und bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt zu entwickeln.

Ein stabiler Haushalt lebt vor allem auch von verlässlichen politischen Rahmenbedingungen.

Allein durch die vielen politischen Schwenker und das Platzenlassen von Projekten entsteht ein Millionenschaden für den Schwerter Haushalt und damit auch für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt.

Fakt ist: Trotz aller beschriebenen Sorgen gelingt es mit dem Haushalt 2023 Investitionen in die Zukunft der Stadt abzubilden, allen voran in die zwei Gesamtschulen und in die Albert-Schweitzer-Grundschule. Weiterhin finden sich Investitionen in unsere Kulturlandschaft und in die Attraktivierung unserer Innenstadt.

Wir investieren in Sportstätten in nahezu allen Ortsteilen – die Modernisierung unserer Vereinsheime sei hier nur beispielhaft erwähnt – und wir stellen die Weichen für den klimagerechten Stadtumbau.

Wir betreiben Aufwand für den Hochwasserschutz des Elsebades und setzen u.a. mit dem Ausbau der Radwege weiterhin unsere Mobilitätskonzepte um.

Wir investieren in die Sicherheit der Bevölkerung und die Sicherheit der Feuerwehrfrauen und Männer, in die Verbesserung der Nahmobilität und in die Kitalandschaft und damit in Sicherheit, Klimaschutz und Chancengerechtigkeit.

Das muss ein Haushalt auch. Denn ein Haushalt ist kein Selbstzweck.

Er ist geschriebene Politik in Zahlen und die enthaltenen Projekte und Maßnahmen sollen das Leben der Menschen hier in Schwerte besser machen.

Die SPD im Rat der Stadt Schwerte stimmt daher dem vorgelegten Haushalt zu und dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kämmerei und den beteiligten Fachämtern für ihr Engagement im Hinblick auf das Zahlenwerk in diesen schwierigen Zeiten.

Herzlichen Dank!
(Es gilt das gesprochene Wort)

Spaziergang „Schwerte 1933-1945. Eine Spurensuche an 12 Orten“

Spaziergang „Schwerte 1933-1945. Eine Spurensuche an 12 Orten“

Erinnerung ist mit Orten und Daten verbunden – oft mit offiziellen Gedenkorten und nationaler Erinnerungskultur.

Gerade die Zeit des Nationalsozialismus nimmt einen bedeutenden Platz im kollektiven Gedächtnis Deutschlands ein.

Doch wie war es in Schwerte? Was ist an den Orten, an denen wir alltäglich vorbeigehen, zwischen 1933 und 1945 passiert?

Auch abseits der bekannten Schwerter Erinnerungsorte finden sich Spuren von Ereignissen und von Menschen, die Teil der Stadtgeschichte waren und sind.

Kirstin ter Jung hat auf Einladung der SPD Schwerte am Samstagnachmittag circa 30 interessierten Menschen aus Schwerte auf einer zweistündigen Tour zu 12 Orten in der Innenstadt geführt.

Auf dem Spaziergang besuchten die Teilnehmenden Orte, die von Verfolgung und Widerstand, von Anpassung und Zivilcourage erzählten, von Jugend, Zwangsarbeit und Krieg. Die Teilnehmenden hörten Geschichten von Entrechtung und Holocaust – und vom Überleben.

Kirstin erzählte von Menschen, die die Stadtgesellschaft nachhaltig geprägt haben und von Menschen, deren Geschichte nicht erzählenswert schien.

Wir bedanken uns bei Kirstin ter Jung für diesen sehr interessanten und gleichzeitig auch mahnenden Rundgang durch unsere Stadt.

#SPDSchwerte #SPD

Schulausschusssitzung im Schwerter Rathaus

Schulausschusssitzung im Schwerter Rathaus

Jusos Schwerte berichten:

Heute fand im Schwerter Rathaus die Schulausschusssitzung statt.

Dort wurde der Haushalt beraten. Es wird viel in die Schulen und damit in die Zukunft der Kinder und Jugendlichen investiert.

Die SPD-Fraktion hat einen Antrag zum Thema kostenloses Essen in KiTas und OGSen eingebracht und damit eine Idee aus unserem Wahlprogramm aufgegriffen.

In der nächsten Ratssitzung wird eine Resolution an die Landesregierung gerichtet, in der wir uns für kostenloses Essen in KiTas und OGSen für die Kinder einsetzen.

#spd #jusos #jugend #politik #schule #bildung #schwerte

Spielplatz „Zimmermanns-Wäldchen“ wurde entwidmet

Spielplatz „Zimmermanns-Wäldchen“ wurde entwidmet

So hat sich das die SPD mit ihrem Antrag zur Einrichtung eines Outdoor-Treffs für Jugendliche  auf dem Spielplatz am „Zimmermanns-Wäldchen“ nicht vorgestellt.

Beantragt und von 3 Ausschüssen des Rates mehrheitlich beschlossen wurde ein Outdoor-Treff auf dem Kinderspielplatz mit Errichtung einer überdachten Sitzgruppe.

Hierzu sollte das Schild „Kinderspielplatz“ in „Spielplatz“ geändert werden, damit auch Jugendliche von 14-17 Jahren sich auch abends bis Einbruch der Dunkelheit auf dem Spielplatz, insbesondere in den Sommermonaten, dort aufhalten können.

Durch die Entfernung des Schildes wurde dem Ortsteil Schwerte-Holzen ein Spielplatz entzogen, denn der Platz ist nun kein Spielplatz mehr, sondern eine öffentliche Fläche.

Inwieweit Schwerte bzw. der Ortsteil Schwerte-Holzen nun noch ausreichend mit Spielplatzflächen versorgt ist, wird zu prüfen sein.

Positiv zu erwähnen ist aber, dass in den Haushalt 2023 Finanzmittel für die Errichtung einer überdachten Sitzgruppe eingestellt wurden.

Der SPD-Ortsverein Nördliches Schwerte und Holzen sowie die SPD-Fraktion werden die Angelegenheit weiterhin verfolgen und kritisch und konstruktiv zum Wohle der Kinder und Jugendlichen begleiten.

Sascha Kudella legt Mandat nieder

Mario Löhr zur Redaktion: 

Über 13 Jahre war Sascha Kudella Mitglied des Kreistags.

Heute hat er sein Mandat niedergelegt. Er übernimmt eine neue berufliche Verantwortung und kann sich daneben nicht mehr in dem Maße einbringen, wie er selbst es für den #Kreistag für angemessen hält.

Ich freue mich für ihn – aber es ist schade für den #KreisUnna! #Politik mit Leidenschaft, aus Überzeugung und für die Sache – das hat Sascha Kudella im Kreistag ausgemacht.

Danke!

Foto: Mario Löhr, Sascha Kudella, Hartmut Ganzke 

Holocaust-Gedenken an der alten Synagoge in Schwerte

Holocaust-Gedenken an der alten Synagoge in Schwerte heute Abend mit vielen jungen Menschen. Die klare Botschaft: dieses Gedenken ist das mindeste, was wir für die Opfer tun können und zugleich immer wieder die Täter und Mitläufer in den Blick zu nehmen.

#holocaustmemorial #schwerte #gedenken #opfer #geschichte

SPD Schwerte
AG Migration und Vielfalt SPD Schwerte

Holocaust

Wie im letzten Jahr laden wir in Schwerte zu einer Schweigeminute als Zeichen der Solidarität, der Toleranz und gegen das Vergessen ein.

Die Veranstaltung findet am 27.01.23 um 18 Uhr an der ehemaligen Synagoge statt.

Es wird einen Redebeitrag geben, Rosen und Kerzen an den Treppen niedergelegt.

Zur selben Zeit werden die Glocken von St. Viktor läuten.

An diesem Tag ist es wichtiger denn je, dieses Zeichen der Erinnerung zu zeigen; seine Überzeugung, dass so etwas wie der Holocaust nie wieder geschehen darf, niemals vergessen werden und wir so etwas nie wieder zulassen.

SPD – Neujahrs Forum 2023

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dimitrios Axourgos,

verehrte Abgeordnete des Landtags und des Bundestages, aber vor allem liebe Schwerterinnen und Schwerter, liebe Gäste, schön, dass ihr und Sie alle da seid und dass ein Stück Schwerte heute in der Rohrmeisterei zusammenfindet.

Bevor ich auf einige Schwerter Projekte eingehe, lassen Sie uns kurz auf die Vorgänge der letzten Silvesternacht zurückschauen. Zwar gab es bei uns in Schwerte, nach meinem Kenntnisstand, keine Angriffe auf Polizei, Feuerwehr- und Ordnungskräfte, aber ich möchte dennoch von hier ein klares Signal der Unterstützung für unsere Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr und Rettungsdienst senden. Jedwede Gewaltaktionen, egal von wem sie ausgehen mögen, sind gesellschaftlich zu verurteilen und müssen im Rahmen der Gesetze verfolgt und belangt werden.

Ich sage aber ebenso deutlich:Pauschale Verunglimpfungen und Vorverurteilungen aufgrund von Vornamen, Herkunft und Aussehen sind völlig inakzeptabel und helfen weder den Opfern noch den Betroffenen. Ganz im Gegenteil: Sie verunglimpfen die Menschen, die hier friedlich, zum Teil in zweiter oder dritter Generation mit uns auch hier in Schwerte leben.

Lassen Sie uns dennoch einen kleinenRückblick in das vergangene Jahr wagen:

Es geht voran in Schwerte! Die SPD ist bei der letzten Kommunalwahl mit dem Versprechen angetreten, Stillstand und Stagnation in der Stadt zu beenden und im breiten Dialog Schwertes Zukunft zu gestalten. Am Ende dieses Jahres freuen wir uns, in vielen Bereichen Fortschritte vermelden zu können. Natürlich bleibt an allen Ecken und Enden schrecklich viel zu tun, angesichts der allgemeinen Entwicklung wird die Lage der Kommunen immer schwieriger, aber wir meinen: lasst uns auch das Positive mal in den Blick nehmen!

Bildung/Schulen

Der Spatenstich für den Neubau der Albert-Schweitzer-Grundschule konnte Anfang Dezember erfolgen. Und die Theodor-Fleitmann-Gesamtschule wird nun doch endlich nach viel zu langen Diskussionen einen Neubau bekommenund auch hier war die Position der SPD-Fraktion im Rat immer klar. Der Bau einer Schule sollte für eine Gesellschaft das größte und tollste Ereignis überhaupt sein und wir standen und stehen bis zuletzt auf Seiten der Schulgemeinde und v.a. auf Seiten der Schülerinnen und Schüler.

Auch für die Kita Wandhofen gab es schon den 1. Spatenstich. Und die Pläne für die Anbauten der OGS an der Grundschule Villigst und für den 5-zügigen Betrieb an der Gesamtschule am Gänsewinkel sind in Arbeit.

Was haben wir im Bereich der Wirtschaftsförderung erreicht?

Zwei neue Gewerbegebiete werden entwickelt: am Dohrbaum und in Holzen an der Wannebachstraße. Mehr Gewerbe bedeutet mehr Zukunftssicherung für heimische Unternehmen, mehr Einnahmen für die Stadt und letzten Endes mehr Arbeits- und Ausbildungsplätze für die Schwerterinnen und Schwerter.

Der Kauf des Hoesch-Geländes 2021 erwies

sich im Nachgang als goldrichtige Entscheidung. Die Industrieanlagen konnten lukrativ vermietet werden, mit entsprechenden positiven Auswirkungen für den Haushalt. An dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank an unseren Bürgermeister Dimitrios Axourgos, die Stadtwerke, die Wirtschaftsförderung und vielen anderen Beteiligten für den abgestimmten Einsatz. Als viele in der Stadt schon den Abgesang von Industriearbeitsplätzen vorbereitet haben, seid ihr ins Risiko gegangenund habt entschlossen gehandelt. Gut, dass es weiterhin Industriearbeitsplätze in Schwerte gibt!

Es werden in unserer Stadt endlich wieder Spielplätze saniert! Lange Zeit gab es dafür garkeinen Haushaltsansatz! Der Spielplatz in der Graf-Adolf-Straße ist nach der Sanierung ein wahres Schmuckstück. Der Spielplatz in Schwerte-Ost wird nach jahrelanger Hängepartie aufgrund von Altlasten zu einem Treffpunkt für Kinder und Jugendliche der unterschiedlichsten Altersgruppen ausgebaut. Und der Spielplatz an der Ruhrstraße wird in einen Wasserspielplatz verwandelt! Hiermit werden attraktive öffentliche Ortegeschaffen, wo sich Kinder und Familien aufhalten können.

Umwelt/Klima

Unter großer Beteiligung der Bürgerschaft wurde das Projekt Klimagarten in Wandhofen weiterentwickelt und für das Elsebad wurde endlich ein tragfähigesHochwasserschutz-Konzept gefunden und wir unterstützen emissionsmindernde Maßnahmen im Verkehrsbereich, wie z. B. die Einführung von Tempo 20 in derInnenstadt.

Meine Damen und Herren das Thema Wohnen ist die soziale Frage der kommenden Jahre! Die steigenden Bau-, Energie- und Lebenshaltungskosten betreffen uns alle, aber insbesondere Menschen mit kleinen und geringen Einkommen dürfen nicht abgehängt werden.

Die neuen Wohnquartiere amSchützenhof und in Wandhofen fanden im Schwerter Rat eine breite Unterstützungund auch das Baugebiet der GWG in Holzen nimmt endlich Fahrt auf. Die hohe Anzahl an Wohngeldanträgen in Schwerte zeigt aber auf, dass der Mangel an bezahlbarem Wohnraum längst in Schwerte angekommen ist.

Um es klar zu sagen! Nicht jede Generation hat ein Anrecht auf neue Baugebiete. Das werden wir uns allein aus Klimaschutzgründen nicht mehr erlauben können. Und Politik hat selbstverständlich auch das Recht zu sagen „nein, an dieser Stelle bauen wir nicht.“ Aber im Gegenzug dazu müssen wir dann auch mal sagen wo denn dann gebaut und umgebaut werden soll. Wir müssen da weiter ran und wir brauchen mehr Tempo und mehr politische Unterstützung, um bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt zu schaffen.

Meine Damen und Herren, ich kommen zum Ende meiner Ausführungen. Die SPD-Fraktion hat fantastische Kulturpolitikerinnen in ihren Reihen und wir freuen uns sehr, dass der KUWEBE seit dem 01.11. endlich wieder eine Führungsspitze. Mit Hilfe eines erhöhten städtischen Zuschusses und auf derGrundlage einer im Frühjahr erfolgten Unternehmensprüfung soll der KuWeBenun zukunftsfit gemacht werden. Die neue Leitung Frau Andrea Perlt hat hier unsere volle Unterstützung, denn Kultur von und für Menschen gemacht ist das, was eine Stadt am Ende des Tages liebens- und lebenswert macht.

Allerdings, und damit möchte ich schließen: Corona, die Energiekrise, die Auswirkungen des Krieges – all das zerrt massiv an den städtischen Finanzen und leider werden die Kommunen weiterhin vom Land NRW allein gelassen. Allein durch verordnete Buchungstricks werden derzeit flächendeckend die städtischen Haushalte gerettet. Das muss sich ändern, denn wir müssen weiter in eine soziale und klimagerechte Stadtentwicklung, in Bildung und Digitalisierung investieren.

Meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, sie alle machen sich mit Ihrem Engagement und Einsatz um diese Stadt verdient. Schön, dass sie da sind und uns allen noch einen schönen Abend.

Herzlichen Dank!

Jusos Schwerte 2023

Jusos Schwerte 2023

Gestern  fand die erste Sitzung im Jahr 2023 im Café Extrablatt statt.

Sie haben  über Initiativen und Projekte für Jugendbeteiligung, Soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und gegen Rechts besprochen.

Es war ein guter Austausch mit vielen Ideen, die Sie vorantreiben wollen.

Die Jusos Schwerte starten motiviert ins Jahr 2023 🚀 und das ist gut so❗️🌈

#spd #jusos #jugend #sozial #sozialgerecht #klimaschutz #jugendbeteiligung #gegenrechts #politik #pride #schwerte