Die öffentliche Debatte über die Vergnügungssteuer in Schwerte überrascht uns, zumal diese Abgabe bereits seit zehn Jahren besteht und erst 2024 von 22 auf 15 Prozent gesenkt wurde. Bei insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen hängt die Durchführung großer Veranstaltungen unserer Einschätzung nach nicht an dem sehr geringen Anteil der Vergnügungssteuer. Deshalb sollte die Diskussion nicht skandalisiert, sondern sachlich geführt werden.
Wir sind offen für eine Beratung im zuständigen Ausschuss. Angesichts des überschaubaren städtischen Aufkommens kann dort geprüft werden, ob der Nutzen der Steuer in einem angemessenen Verhältnis zum Verwaltungsaufwand und zu den Belastungen für Veranstalterinnen und Veranstalter steht. Eine fundierte Abwägung gehört aus unserer Sicht in die fachlichen Gremien – nicht primär in die öffentliche Aufgeregtheit.
Sollte die Steuer abgeschafft werden, erwarten wir jedoch, dass dies nicht nur die Gewinne der Veranstalter erhöht, sondern – wie in der aktuellen Debatte betont – tatsächlich zu spürbaren Entlastungen bei Ticketpreisen oder zu einer besseren Bezahlung der Beschäftigten führt. Wenn die Belastung als gravierend dargestellt wird, muss eine Entlastung auch bei Besucherinnen, Besuchern und Mitarbeitenden ankommen.