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Rat beschließt Nutzungskonzept für die „Schwerter Mitte“

Das Ensemble aus Altem Rathaus und Marktschänke soll zu einem zentralen Begegnungs- und Kulturort, einem so genannten „Dritten Ort“, entwickelt werden. Die Stadtbücherei soll dabei die vorrangige Nutzung erhalten. Ergänzt werden soll sie durch Räume für bürgerschaftliches Engagement und Begegnung, Veranstaltungsflächen, eine kleine stadtgeschichtliche Ausstellung sowie ein gastronomisches Angebot.

Damit steht die grundsätzliche Nutzungsperspektive für die beiden historischen Gebäude fest. Die Stadtbücherei befindet sich derzeit im Obergeschoss des Citycenters. Mit dem vorgesehenen Umzug soll sie nicht nur einen neuen Standort erhalten, sondern auch konzeptionell weiterentwickelt werden. Geplant ist eine kleinere, zeitgemäße Bibliothek, die stärker auf Begegnung, Aufenthalt und digitale Angebote ausgerichtet ist. Der Bestand soll mindestens 10.000 Medien umfassen.

Neben der Stadtbücherei sollen flexibel nutzbare Räume insbesondere Vereinen, Initiativen und bürgerschaftlich engagierten Gruppen Möglichkeiten für Treffen und Aktivitäten bieten. Die Geschichte Schwertes bleibt ebenfalls Teil des Konzeptes: Vorgesehen sind eine stadtgeschichtliche Präsentation und Möglichkeiten für wechselnde Ausstellungen. Eine umfangreiche klassische Museumsnutzung ist dagegen nicht geplant. Ein kleines Bistro oder Café soll das Angebot ergänzen.

Auf Grundlage des Ratsbeschlusses wird das Nutzungskonzept nun weiter konkretisiert. Es bildet zugleich die Grundlage für die weitere Planung des Innenausbaus und die Beantragung der erforderlichen Fördermittel.

Weitere Beschlüsse zu Wohnen und Gewerbe

Weitere Beschlüsse fasste der Rat zu zwei städtebaulichen Vorhaben. Mit dem Bebauungsplan Nr. 206 „Wohnbebauung Kreuzeck“ werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen für rund 20 Wohnungen in Holzen-Rosen geschaffen. Auf dem Grundstück an der Kreuzstraße 1 ist ein Wohnkomplex aus drei miteinander verbundenen Gebäudeteilen vorgesehen, ein Großteil der Wohnungen soll öffentlich gefördert werden.

Mit der Ergänzungssatzung „Erweiterung Homel“ ermöglicht der Rat zudem die geplante Erweiterung der R. Homel GmbH & Co. KG am Osthellweg 15. Das Unternehmen möchte sein bestehendes Betriebsgelände um Flächen für Lagerzwecke erweitern. Dafür wird ein rund 5.700 Quadratmeter großer Bereich östlich des heutigen Betriebsgeländes planungsrechtlich einbezogen.

Uwe Görke-Gott

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